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tDCS zu Hause: neue Möglichkeiten in der Depressionsbehandlung

Prof. Dr. med. Berthold Langguth ist Neurologe und Psychiater und seit über 25 Jahren an der Universitätsklinik Regensburg tätig. Er behandelt Patienten mit einem breiten Spektrum psychiatrischer Erkrankungen, mit einem Schwerpunkt auf der Allgemeinpsychiatrie.

An seiner Klinik werden Gehirnstimulationsverfahren, darunter tDCS, vor allem zur Behandlung von Depressionen eingesetzt. Gleichzeitig erforscht das Team im Rahmen wissenschaftlicher Studien auch neue Anwendungsmöglichkeiten.

Eine Behandlung, die in den Alltag passt

„Die tDCS ermöglicht eine niederschwellige Behandlung bei leichter bis mittelschwerer Depression und eine dauerhafte Therapie für schwer erkrankte Patienten.“

Möglich wird das laut Prof. Langguth vor allem durch die Heimanwendung.

Zwei Wege, wie die Heimanwendung hilft

Für Menschen mit leichter bis mittelschwerer Depression bietet tDCS einen niederschwelligen Zugang zur Behandlung – oft bevor intensivere Optionen wie eine tagesklinische oder stationäre Behandlung nötig werden. Für schwerer erkrankte Patienten kann die Heimanwendung von tDCS die langfristige Erhaltungstherapie unterstützen, etwa im Anschluss an eine Behandlung mit TMS oder EKT.

Vielversprechende Ergebnisse auch in anderen Bereichen

Das Team um Prof. Langguth hat tDCS außerdem bei Erwachsenen mit ADHS untersucht, in Kombination mit einer App-basierten Verhaltenstherapie – mit ermutigenden ersten Ergebnissen. Der Schwerpunkt seiner Arbeit mit tDCS liegt jedoch weiterhin auf der Depression.

„Die Heimanwendung ist ein echter Vorteil der tDCS“, sagt Prof. Langguth. „Sie eröffnet neue Möglichkeiten – sowohl für eine frühe, niederschwellige Behandlung als auch für die langfristige Erhaltungstherapie bei Depression.“

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